Kältemittel sind Arbeitsstoffe, die in Kälteanlagen, Klimaanlagen und Wärmepumpen verwendet werden, um Wärme von einem Ort mit niedriger Temperatur zu einem Ort mit höherer Temperatur zu transportieren. Sie durchlaufen dabei einen thermodynamischen Kreislauf, der Verdampfen, Verdichten, Kondensieren und Entspannen umfasst.
Eigenschaften
Siedepunkt: Kältemittel haben einen niedrigen Siedepunkt, sodass sie bei niedrigen Temperaturen verdampfen können.
Thermodynamische Eigenschaften: Sie besitzen gute Wärmeübertragungseigenschaften und ermöglichen einen effizienten Betrieb.
Umweltverträglichkeit: Moderne Kältemittel sollen geringe Ozonabbau- und Treibhauspotentiale haben.
Nicht brennbar und ungiftig (je nach Typ, es gibt Ausnahmen).
Typen von Kältemitteln
Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW): Altbewährte, jedoch umweltschädliche Stoffe, deren Verwendung stark eingeschränkt oder verboten ist.
Fluorkohlenwasserstoffe (HFKW): Weniger ozonabbauend, aber mit hohem Treibhauspotential.
Natürliche Kältemittel: Wie Ammoniak (NH₃), Kohlendioxid (CO₂), Propan (R290), die umweltfreundlicher sind.
Wasser und Luft: Werden in speziellen Anlagen auch als Kältemittel eingesetzt.
Anwendung
Kälteanlagen und Kühlschränke
Klimaanlagen in Gebäuden und Fahrzeugen
Wärmepumpen zur Heizung und Kühlung
Industrieprozesse mit Kühlbedarf
Umweltaspekte
Aufgrund ihrer Umweltauswirkungen unterliegen Kältemittel strengen Vorschriften, wie der F-Gase-Verordnung in der EU, die den Einsatz und die Emission von fluorierten Gasen reguliert.
